Eine kleine Hommage an verlorene Wortschätze
Es gibt Wörter, die keine Lobby mehr haben. Sie drängen sich nicht auf. Sie taugen nicht als Hashtag und sie passen eher selten in einen Pitch. Und doch tragen sie mehr Welt in sich als manch trendiges Kürzel.
Sprache verliert nicht abrupt. Sie erodiert. Erst verschwindet ein Begriff aus der Alltagssprache, dann aus dem aktiven Wortschatz, schliesslich aus dem Bewusstsein. Und mit ihm eine Nuance. Ein Temperaturunterschied im Denken. Eine feine Abstufung zwischen Zorn und Missmut, zwischen süss und entzückend, zwischen nett und holdselig.
Und genau deshalb möchten wir heute einige dieser Wörter zurück ins Licht holen. Nicht aus Nostalgie. Sondern aus Überzeugung.
Viel Spass beim Neu- und Wiederentdecken wünscht
Ihre Marie-Christine Waldburger
Bevor wir sie ganz verlieren
Einige der folgenden Begriffe stehen noch in Büchern, schlummern in Archiven, tauchen in alten Briefen auf – und warten darauf, wieder ausgesprochen zu werden.
Was folgt, ist kein sentimentales Best-of.
Es ist ein wachsendes Glossar. Und eine Einladung.
Vielleicht entdecken Sie ein Wort wieder, das Sie aus Kindertagen kennen. Oder vielleicht eines, das Sie künftig wieder benutzen möchten. Und vielleicht merken Sie: Es fühlt sich gar nicht mal so unzeitgemäss an.
Glossar der Zwischentöne
Quiz zum Thema
Und nun Sie.
Wie viele dieser Wörter würden Sie heute noch verwenden?
Welche haben Sie innerlich längst verabschiedet?
Unser Quiz prüft kein Auswendiglernen. Es prüft Ihr Gespür für Zwischentöne.
Erkennen Sie ein Labsal?
Ist blümerant romantisch – oder medizinisch?
Und würden Sie einen Luftikus einstellen?
Fünf Fragen.
Kein Duden. Kein Google.
Nur Sie – und Ihr inneres Wörterarchiv.
Unter allen Teilnehmenden verlosen wir drei Apple AirTags. Für Dinge, die man ungern verliert – wie zum Beispiel Wörter.